Jogging gegen den Gedächtnisverlust - der neueste Stand der Demenzforschung
27.11.2014 19:50 Uhr
Wenn Opa mal vergisst, wo der Schlüssel liegt, dann ist er einfach nur ein bisschen vergesslich und es besteht kein Grund zur Sorge. Wenn allerdings die Aktivitäten des täglichen Lebens beeinträchtigt werden, dann sprechen die Experten von Demenz. Eine erschütternde Diagnose für Betroffene und Angehörige, denn es droht eine unaufhaltsame Verschlechterung des Zustandes. Beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin  (26.-29.11.2014) geht es in diesem Jahr schwerpunktmäßig um den demographischen Wandel und damit auch um Demenz. Im vorliegenden Beitrag fassen wir den neuesten Stand der Forschung für Sie zusammen.  
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Wenn Opa mal vergisst, wo der Schlüssel liegt, dann ist er einfach nur ein bisschen vergesslich und es besteht kein Grund zur Sorge. Wenn allerdings die Aktivitäten des täglichen Lebens beeinträchtigt werden, dann sprechen die Experten von Demenz. Eine erschütternde Diagnose für Betroffene und Angehörige, denn es droht eine unaufhaltsame Verschlechterung des Zustandes. Beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin  (26.-29.11.2014) geht es in diesem Jahr schwerpunktmäßig um den demographischen Wandel und damit auch um Demenz. Thomas Ultsch fasst den neuesten Stand der Forschung für Sie zusammen.  
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Hochrechnungen gehen davon aus, dass es in Europa 2050 14 Millionen Demenzkranke geben könnte, ganz einfach weil die Menschen immer älter werden. Es gibt aber auch Hoffnung. Neue Studien zeigen nämlich, dass unter den Alten geringfügig weniger Menschen neu erkranken als noch vor 10 oder 20 Jahren. Es hat sich also offenbar etwas geändert, sagt  die Leipziger Psychiaterin Steffi Riedel-Heller.
(O-Ton Riedel-Heller)
Das heißt: Jeder kann heute schon etwas gegen Demenz im Alter tun.
(O-Ton Riedel-Heller)
Jogging gegen die Demenz. Oder auch Gehirnjogging. Und damit kann man gar nicht früh genug anfangen, sagt der Ulmer Hirnforscher Manfred Spitzer.
(O-Ton Spitzer)
Demenz ist also kein unabwendbares Schicksal.  Wenn sie allerdings auftritt, lässt sich der Prozess nicht mehr aufhalten, nur verlangsamen. Und zwar besonders effektiv, wenn möglichst früh mit der  Behandlung begonnen wird. Der Mannheimer Psychiater Andreas Meyer-Lindenberg zum neuesten Stand der Forschung in diesem Bereich.
(O-Ton Meyer-Lindenberg)
Dass es in Zukunft viel mehr Demenzkranke geben wird, steht aber fest. Ganz unsicher ist dagegen, wie das Gesundheitssystem mit ihnen umgehen wird. Frank Bergmann, Chef des Berufsverbands Deutscher Nervenärzte, ist besorgt.
(O-Ton Bergmann)
Außerdem würden schon jetzt viele Demenzkranke nicht von Fachärzten gesehen und damit bestehe die Gefahr, dass die genaue Art der Demenz nicht erkannt werde und die Patienten entsprechend schlecht therapiert würden.

Thomas Ultsch, Redaktion ... Berlin

Direct quote
Name:
Prof. Dr. Steffi G. Riedel-Heller
Company:
Universität Leipzig
Function:
Direktorin Institut für Sozialmedizin
ZIP:
04103
City:
Leipzig
www:
Name:
Prof. Dr. Manfred Spitzer
Company:
Universität Ulm
Function:
Ärztlicher Direktor der psychiatrischen Uniklinik
ZIP:
89075
City:
Ulm
www:
Name:
Prof. Dr. Andreas Meyer-Lindenberg
Company:
Zentralinstitut für seelische Gesundheit
Function:
Direktor
ZIP:
68159
City:
Mannheim
www:
Name:
Prof. Dr. Frank Bergmann
Company:
Berufsverband Deutscher Nervenärzte
Function:
Vorsitzender
ZIP:
47829
City:
Krefeld
www:
Author:
Thomas Ultsch
Length:
3.56 min (einfach und mehrfach kürzbar)
 

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