Kollegengespräch mit O-Tönen über das 18. Hauptstadtsymposium der DGPPN in Berlin. Experten diskutierten über Fragen rund um psychische Krankheiten und Störungen. Unser Reporter erläutert, warum überhaupt aktuell darüber diskutiert wird, wie wichtig diese Diskussionen sind und wie schwierig die Grenzen von psychischen Erkrankungen zu definieren sind.
Jedes Jahr erfüllen mehrere Millionen Deutsche verschiedene Kriterien, an denen psychische Erkrankungen festgemacht werden können. Nicht jeder benötigt deshalb gleich eine Behandlung, aber das Thema betrifft mehr Menschen, als viele glauben. Wir haben während des 18. Hauptstadtsymposiums der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) mit Prof. Frank Jakobi über diese und weitere Fragen rund um psychische Krankheiten wie zum Beispiel Definitionen, Merkmale oder Dunkelziffern gesprochen.
Die Versorgung bei psychischen Krankheiten ist in Deutschland noch lange nicht so, wie man es sich wünschen kann, sagt Gudrun Schliebener vom Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker. Probleme bereiten ihrer Meinung nach vor allem das „zergliederte Sozialleistungssystem“, bei dem häufig vor allem diejenigen auf der Strecke bleiben, die unter ihren Störungen am stärksten leiden. Wir haben mit Schliebener während des 18. DGPPN-Hauptstadtsymposiums gesprochen.
Ab wann jemand psychisch krank ist, darüber diskutieren die Experten gerade wieder verstärkt. Besonders heikel ist die Frage, wenn es darum geht, ob ein Straftäter möglicherweise einer Verurteilung entgeht, weil er aufgrund einer psychischen Krankheit schuldunfähig sein könnte. Wir haben mit dem forensischen Psychiater Professor Henning Saß darüber gesprochen, wie schwierig Grenzen zu erkennen sind und welche Bedeutung der Arbeit forensischer Psychiater zukommt.
Beitrag mit O-Tönen über die Diskussionen rund um die Frage, ab wann jemand psychisch krank ist. Das war das Thema des 18. Hauptstadtsymposiums der DGPPN in Berlin.
„Was ist krank? Was ist gesund?“ - um psychische Störungen und Erkrankungen ging es den Experten beim 18. Hauptstadtsymposium der DGPPN. Wir haben mit dem DGPPN-Präsidenten Wolfgang Maier über die aktuellen Diskussionen, Veränderungen in der Gesellschaft und weitere Punkte gesprochen.
„Das Gegenteil von Krankheit ist nicht Normalität“, sagte DGPPN-Vorstandsmitglied Professor Andreas Heinz von der Berliner Charité beim 18. Hauptstadtsymposium der DGPPN. Wir haben mit ihm unter anderem über die Grenzen zwischen gesund und psychisch krank gesprochen, über den veränderten Umgang mit dem Thema und die Frage, ob die Menschen in Deutschland heute häufiger psychisch krank sind als früher.